Episode 2.1: Unfreiwillige Reise – als Betteljude von Ort zu Ort

Unfreiwillige Reise – als Betteljude von Ort zu Ort Neu:gierig im Museum

Wir eröffnen unsere zweite Staffel „Reisen in Kunst und Geschichte“ mit einem Besuch im Jüdischen Museum München. Da wollten wir schon lange hin! Marlene spricht mit Ayleen Winkler über die Grabstele für einen Mordechai ben Mordechai, gestorben am 19. November 1805 in Kriegshaber bei Augsburg. Er zählte (so vermutet man) zu einer wenig bekannten Randgruppe der deutschen Geschichte: den sogenannten Betteljuden, die heimatlos von Stadt zu Stadt ziehen mussten.

Hier ist begraben der Heilige, Mordechai, Sohn des ehrenwerten Mordechai, sei Andenken sei zum Segen, aus Kassel am Tag 3, 27 Marcheschwan 566 nach kleiner Zählung.

© Jüdisches Museum Augsburg Schwaben, Foto: Ilya Kotov

In München ist die Stele bis zum 13. Februar 2022 in der Ausstellung Im Labyrinth der Zeiten. Mit Mordechai W. Bernstein durch 1700 Jahre deutsch-jüdische Geschichte zu sehen. Anschließend kehrt sie zurück in ihr Heimatmuseum, das Jüdische Museum Augsburg Schwaben.

Ayleen und Marlene nehmen die Grabstele als Ausgangspunkt für ein Gespräch über das unfreiwillige Vagabundentum der Betteljuden
Die hölzerne Grabstele des Mordechai ben Mordechai in der Ausstellung „Im Labyrinth der Zeiten“ im Jüdischen Museum München
© JMM, Foto: Eva Jünger

Ayleen erzählt auch von Mordechai W. Bernstein und seiner Forschungsarbeit im Nachkriegsdeutschland. Mehr darüber erfahrt ihr im Podcast Die Reise – Das Leben des Mordechai W. Bernstein des Jüdischen Museums.

Ein Podcast des Jüdischen Museums München

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